SPRECHAPRAXIE THERAPIE FÜR ERWACHSENE IN BERLIN

Im Gegensatz zur Dysarthrie ist bei der Sprechapraxie nicht die Steuerung und Ausführung, sondern die Planung der Sprechbewegungen in ihrer räumlichen und zeitlichen Abfolge beeinträchtigt.

Durch diese Sprechstörung kann es zu Symptomen in den folgenden 3 Bereichen kommen:

  • Störung der Lautebene (Lautauslassungen, -ersetzungen, - hinzufügungen, Lautveränderungen),
  • Störung der Sprechweise (silbisches oder verlangsamtes Sprechen, monotone Sprechweise, Fehlversuche, inadäquate Pausen oder Selbstkorrekturen, die nicht unbedingt zur Verbesserung des Sprechens führen) und
  • Störung des Sprechverhaltens (Suchbewegungen, Sprechanstrengung, evtl. Vermeidungsverhalten bzgl. des Sprechens).

Das Sprachverständnis der betroffenen Menschen ist nicht beeinträchtigt, weshalb sie häufig im Bezug auf ihr Sprechen eine große Unzufriedenheit empfinden. Zu den Ursachen einer Sprechapraxie gehören Blutungen im Bereich der Großhirnhemisphäre (Versorgungsgebiet der Arteria cerebri media). Auf Grund dieser Ursache treten Sprechapraxien häufig zusammen mit Aphasien auf. In dem Fall hat die Behandlung der Sprechapraxie meistens Vorrang.

Die Therapie der Sprechapraxie

Im Rahmen der zunächst erfolgenden Diagnostik wird das Vorliegen einer Sprechapraxie überprüft und die Abgrenzung zu anderen Sprech- und Sprachstörungen vorgenommen. Ebenso wird der Schweregrad und der Störungsschwerpunkt einer bestehenden Sprechapraxie bestimmt, damit individuell Therapieschwerpunkte und -inhalte festgelegt werden können.

Die Ziele der Behandlung der Sprechapraxie sind die Verbesserung der sprechmotorischen Fähigkeiten (Artikulation) und damit einhergehend der Verständlichkeit. Ebenso sollen der Redefluss verbessert werden und damit die Natürlichkeit des Sprechens gesteigert werden. Ein möglicher Behandlungsschwerpunkt kann somit die Verbesserung der Artikulation auf Silben- oder Wortebene sein. Bei einer schweren Sprechapraxie kann es notwendig sein mit der Behandlung auf der Ebene der Einzellaute zu beginnen und diese so schnell wie möglich zu Silben und Wörtern zu verbinden. Der Einsatz von unterstützenden Kommunikationsmitteln kann ebenso (Kommunikationsbuch, Unterstützte Kommunikation) sinnvoll sein.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin mit uns vereinbaren möchten, rufen Sie uns an, wir sind gerne für Sie da.

Ihr Team der Logopädie Markus Junge in Berlin

Sprechapraxie - Behandlung bei Erwachsenen



zurück zur Therapieübersicht